Awak­en­ing: Future
Ex- Capi­tol The­ater Wor­ringer Platz

bergernissen


Unter dem Namen “berg­ernissen” arbeit­en wir (Alisa Berg­er und Lena Ditte Nis­sen) seit 2011 gemein­sam im Bere­ich Per­for­mance, Hap­pen­ing und Instal­la­tion. Mate­r­i­al und Aus­gangspunkt unser­er Arbeit sind Grup­pen­prozesse, kollek­tiv erlebte Wirk­lichkeit­en und unser Ver­hält­nis zu Insti­tu­tio­nen des Kul­turbe­triebs. Die illu­sion­is­tis­chen Poten­tiale des Films sind Inspi­ra­tionsquelle für die Entwick­lung von Per­for­mances und Hap­pen­ings, die  Sim­u­la­tio­nen von Wirk­lichkeit­en darstellen.

An dem Umschlag­punkt, an dem die Ver­nun­ft die Illu­sion zer­stören kön­nte, ver­suchen wir die Täuschung bis zur Unum­stößlichkeit zu fes­ti­gen, während wir sie im sel­ben Moment an genau den Stellen brüchig und faden­scheinig wirken lassen, an denen die Illusion/Simulation kon­sis­tent und selb­stver­ständlich erscheinen sollte.

In rit­uellen Hand­lun­gen, eso­ter­ischen Séan­cen oder wis­senschaftlichen Forschun­gen kreieren wir mit Pro­tag­o­nis­ten, Objek­ten und insti­tu­tionellen Struk­turen, Sit­u­a­tio­nen, welche kün­stliche Zusam­men­hänge zwis­chen Wis­senschaft, Kun­st, Spir­i­tu­al­ität und Poli­tik beleucht­en. Solche Über­tra­gun­gen der Illu­sion in erleb­bare Räume und vice ver­sa, find­en dadurch statt, dass Bausteine des Illu­sorischen ent­larvt wer­den und neue Kon­texte auftreten.

Alisa Berg­er (*1987 in Machatschkala) und Lena Ditte Nis­sen, (*1987 in München) studierten an der Kun­sthochschule für Medi­en in Köln. Neben indi­vidu­ellen Arbeit­en entwick­eln sie seit 2012 gemein­sam per­for­ma­tive, installa­tive, filmis­che und kura­torische Pro­jek­te. Häu­fig geht es in den mul­ti­me­di­alen Werken um die flüchti­gen Ein­brüche von Real­ität inner­halb der Sphären sub­jek­tiv­er Spir­i­tu­al­ität und indi­vidu­eller Mytholo­gie. Auf spielerische Weise wird die Hal­tung des Einzel­nen hin­sichtlich der Gren­zen zwis­chen Glauben und Wis­sen aus­gelotet. Die Arbeit­en des Kün­stler­du­os waren bish­er u.a. im KAI10|Arthena Foun­da­tion (2016), in der Kun­sthalle Düs­sel­dorf (time.based.academy 2015), auf dem Videonale Par­cour in Bonn (2015), im Kun­stvere­in Hei­del­berg (2014), sowie im BACC Bangkok Art & Cul­ture Cen­ter und dem Museo del Ban­co de la Repub­li­ca Bogotá, Kolumbi­en,  zu sehen.