The Under­ground Conec­tion
Video, 2012

Kerstin Gramberg


1976     geboren in Varel
2003     Studi­um der The­ater­wis­senschaften an der Lud­wig Max­i­m­il­ian Uni­ver­sität
2011     Diplom an der KHM Köln


Ihre Eingänge sprin­gen wie Maulwurf­shügel aus der Erde der Großstädte, unter der sie Verknüp­fungspunk­te für ein Schienen­netz bilden, das den Verkehr der Straße ent­lastet. Ihre gefli­esten Gänge aus den 70er-Jahren strahlen in tiefem Rot, Orange und Gelb. Wen sie durch­schleusen sollen, ist eben­so wenig zu sehen, wie die Trans­port­mit­tel selb­st. Ker­stin Gram­berg hat in „the under­ground con­nec­tion“ Bild­ma­te­r­i­al aus men­schen­leeren U-Bahn­höfen Berlins und Münchens in ras­an­ten, schle­ichen­den oder rol­len­den Bewe­gungsmo­menten mon­tiert und schafft dabei eine ganz eigene, form- und far­ben­re­iche Nar­ra­tion. Zer­gliedert von einem dynamis­chen Schnitt, unter­legt mit Found Footage-Mate­r­i­al aus den 70ern und mit selb­st pro­duzierten Tönen und Schrit­ten will Gram­berg nicht zulet­zt auch „eine men­schliche Präsenz kon­stru­ieren, die den Zuschauer durch den Unter­grund führt.“ Ihre Film­sprache eröffnet den Blick auf unterirdis­che Leben­sräume, ver­meintlich klar struk­turi­ert und doch mit labyrinthis­chen Aus­maßen.