Ketonge_3dVideoskulptur_web

3-D Videoskulp­tur, 2015
Ex-Capi­tol The­ater Wor­ringer Platz

Pic_Performance_Ketonge_Fabian Jung

Per­for­mance mit Fabi­an Jung
Ex-Capi­tol The­ater Wor­ringer Platz

M.R. Ketonge


* 1974
Ketonge ist ein Vertreter der Low-Bud­get, trash- und Impro­vi­sa­tion­se­lek­tron­ik sowie der Klang­bild­hauerei.
Ketonge studierte Kun­st, Musik und Psy­cholo­gie an der Kun­stakademie Düs­sel­dorf, der Kun­sthochschule für Medi­en Köln, der Hochschule für Musik und Tanz Köln sowie an den Uni­ver­sitäten Köln und Siegen und graduierte mit den Abschlüssen Diplom, Meis­ter­schüler und Zer­ti­fikat in den Jahren 2005/2006.
Kom­po­si­tion­sstu­di­en an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Johannes Fritsch und Paulo Álvares. Arbeit­en im Bere­ich Bild­hauerei (Klang­bild­hauerei) und Videokun­st (Video­pro­duk­tio­nen im Stu­dio David Larcher und Matthias Neuen­hofer an der Kun­sthochschule für Medi­en Köln (KHM)), Meis­ter­schüler von Georg Herold und Oswald Wiener (Veröf­fentlichung als Dichter). Konz­ert- und Ausstel­lungstätigkeit seit 1996. CD und DVD-Veröf­fentlichun­gen, u.a. die DVD „klangsicht­en“ (2004) oder die CD „elek­tron­ic muzik“ (2010), und langjährige Zusam­me­nar­beit mit dem Schlagzeuger und  Musik­wis­senschaftler Flo­ri­an Dietz. Gastlehraufträge sowie Erstel­lung ein­er Inter­netvor­lesung für die junge Akademie Berlin. Er war und ist Mit­glied mehrerer Ensem­bles für exper­i­mentelle Musik u.a. bei Fan­tas­mo­phoni­ka mit Simon Rum­mel und den Sin­gen­den Land­schafts­malern mit Oxana Omelchuk und Con­stan­tin Her­zog. Im Jahre 2000 erhielt er mit dem Ensem­ble Die Kugel mit Dorothee Had­den­bruch, Ligia Lib­er­a­tori, Josef Rebbe, Simon Rum­mel und Juan María Solare den zweit­en Preis beim 6. Inter­na­tionalen Musik­wet­tbe­werb für junge Kul­tur Düs­sel­dorf, sowie weit­ere Ausze­ich­nun­gen und Nominierun­gen, so zum Beispiel vom Berlin­er Fraun­hofer-Insti­tut (net­zs­pan­nun­gen) für seine the­o­retis­chen Über­legun­gen zu Kun­st und Musik im Jahre 2005. Konz­erte und Per­for­mances wur­den mehrfach im Radio und TV doku­men­tiert, etwa die Pro­duk­tion Radio Uner­wartet mit dem Kom­pon­is­ten und Jaz­zpi­anis­ten Simon Rum­mel zu The­men der exper­i­mentellen Kun­st.
Neben der Kom­po­si­tion Auseinan­der­set­zung mit Aleatorik, Impro­vi­sa­tion und Live-Elek­tron­ik.

Bekan­nt wurde der Klangkün­stler mit seinen manip­ulierten Elek­tron­ikskulp­turen – zum Beispiel die Geigenkonz­ert­mas­chine oder seine Papp­kar­ton­elec­troskulp­turen, für die er auch die Musik schrieb und nicht zulet­zt auch einem bre­it­eren Pub­likum mit seinen „bun­ten“ geschichteten Videos für seine Musik, die er mit hil­fe gängiger Com­put­er der 1980er jahre (Atari-st, Ami­ga, Com­modore 64) mit ein­fach pro­gram­mierten und wiederum geschichteten Zufalls­gen­er­a­toren für Sound und Grafik (8 bit Sounds / Mod­u­la­tion­s­col­or) kom­ponierte.
„Ketonge kreiert durch die Meth­ode der Schich­tung von Klän­gen in seinen Kom­po­si­tio­nen kom­plexe Klang­bilder. Er ver­sucht die Prinzip­i­en des elek­tro­n­is­chen kom­ponierens auch auf den Bere­ich der Bilden­den Kun­st anzuwen­den – fernab irgendwelch­er the­o­retis­chen Mod­elle ist seine Arbeitsweise aber oft intu­itiv und seine Arbeit­en voller auto­bi­ographis­ch­er Bezüge. Seine Klang- und Bil­darchiv sein­er Kom­po­si­tio­nen und Stu­di­en umfasst seit Anfang der 1990er Jahre mehrere tausend Daten­träger (ana­log und dig­i­tal) mit entsprechend umfan­gre­ichen Werkverze­ich­nis.“                                                 (Flo­ri­an Dietz)

Ketonge ste­ht zwis­chen den Diszi­plinen der (neuen) Musik und der Bilden­den Kun­st. Die Real­isierung sein­er kom­plex­en The­o­rien umfasst (…) die The­matik des Klanges inner­halb ver­schieden gebauter Räume. (…) Ketonge arbeit­et inter­diszi­plinär — elek­tro­n­is­che Musik, Bild­hauerei und Video. Das Gebi­et der neuen Medi­en und der Musik ganz bewusst auch auf die Bere­iche der Bilden­den Kun­st auszudehnen, ist sein starkes Inter­esse. Ein ‚Konz­ert‘, wo er am Mis­ch­pult agiert, ist zugle­ich eine Per­for­mance, ein Rit­u­al, ein Set, ein Ereig­nis — in seine Teile zer­legt, beste­hend aus elek­tro­n­is­chem und analo­gem Sound, Geräuschen, Musik­the­o­rie, Chore­ografie, Büh­nen­bild, Objek­ten, Bildern, und Skulp­turen. Ketonges Kom­po­si­tio­nen sind die Verknüp­fung dieser Ele­mente.“                                                                                                                                                                  (Georg Herold, 2005)

Konzerte und Ausstellungen (Auswahl)

1999 Rex-The­ater (Wup­per­tal)
2001 Muse­um für Gegen­wart­skun­st Siegen
2001 Kun­stvere­in Bonn
2003 Fruchthalle Kaiser­slautern
2004 Galerie Rachel Hafer­kamp (Köln)
2004 Musik­tri­en­nale Köln
2005 Kor­zo-The­ater (Den Haag)
2005 Kun­st­palast Düs­sel­dorf
2006 übermfluss Deutzer Brücke (Köln)
2007 Galerie Beck und Eggeling (Düs­sel­dorf)
2007 Jik­ishiten Gallery (Nagoya/Japan)
2008 Kun­stvere­in Has­sel­bach
2009 Jaz­zfes­ti­val Moers
2010 Film­form Muse­um Lud­wig (Köln)
2010 white-box (München)
2011  Rosen­berg Gallery, post­ed­card (New York)
2012  WIM (Zürich)
2013  Ort Wup­per­tal, Peter-Kowald-Gesellschaft
2014  Deutsch-Aus­tralis­che Inter­netkom­po­si­tion: ketonge feat. ran­dom knob­head
2015  Weltkun­stz­im­mer, Hans Peter Zim­mer Stiftung Düs­sel­dorf
2015  exper­i­men­tal video art thai­land
2016  ketonge@galerie-tiefgarage-koeln
2016  ketonge@kunstmesse faroff koeln
2016  ketonge@summerklaeng koeln freis­taat odonien
2016  ketonge@internationales fes­ti­val-schwingun­gen windeck
2016  performance@COFA Con­tem­po­rary, Cologne Fine Art Fair, Cologne mit tintin patrone
2017  performance@kunstmesse faroff koeln mit Fabi­an Jung