Slum TV
Video, 2013

Lukas Pusch


Geboren 1970 inWien
Lukas Pusch hat Malerei an der Uni­ver­sität für Ange­wandte Kun­st in Wien, dem Surikov Insti­tut in Moskau und der HfBK Dres­den studiert. Mit Mit­teln der Malerei, Per­for­mance, Instal­la­tion und Konzep­tkun­st greift der Kün­stler mit Vor­liebe tabuisierte The­men auf, um auf iden­titäts-bildende Struk­turen aufmerk­sam zu machen.
Lukas Pusch lebt und arbeit­et in Wien.


2006 real­isierte Pusch die Vien­na Voodoo Per­for­mance in Math­are, einem der größten Slums in Ostafri­ka. Dabei marschierte er mit einem weißen Smok­ing durch den Slum in Nairo­bi. Aus der Doku­men­ta­tion der Per­for-mance entwick­elte sich das Fol­ge­pro­jekt Slum-TV, das er 2007 mit seinen Kün­stler­fre­un­den Sam Hop­kins und Alexan­der Nikolic ver­wirk­lichte.
2008 grün­dete Lukas Pusch gemein­sam mit seinem rus­sis­chen Kün­stler-kol­le­gen Kon­stan­tin Skot­nikov die White Cube Gallery NoVosi­birsk, das erste und damals einzige Zen­trum für Gegen­wart­skun­st in Sibirien in Form ein­er Blech­garage. Die Galerie war Ausstel­lungs­fläche und Ready-madeskulp­tur in einem. Ein Jahr später mon­tierten sie die Galerie auf die Plat­tform eines LKW ZIL-130 und organ­isierten Wan­der­ausstel­lun­gen im rus­sisch-mon­golis­chen Gren­zge­bi­et. Auf dem Rück­weg wur­den die Künst-ler mit ihrer fahrbaren Galerie als beste Arbeit der Kun­st­bi­en­nale
in Kras­no­jarsk aus­geze­ich­net. 2010 wurde die Galerie von sibirischen Po-lizis­ten ger­aubt und galt für einige Zeit als ver­schollen. Im gle­ichen Jahr wurde mit dem Siber­ian Cen­ter of Con­tem­po­rary Art das erste staatliche Zen­trum für  Gegen­wart­skun­st eröffnet und die White Cube Gallery No-wosi­birsk for dem Ein­gang des neuen Muse­ums aufgestellt.
2012 wurde Lukas Pusch von Daniel Hug ein­ge­laden seine White Cube Gallery vor dem Hauptein­gang der Art Cologne zu präsen­tieren.


Solo Exhibitions

2005     „Berlin­er Mappe“, Buch­hand­lung Walther König, Köln
2005     „Neue Arbeit­en“, endart, Berlin
2006     „5 Jahre kein Sex“, SWINGR, rau­maufzeit, Wien
2007     „Vien­na Voodoo“, Galerie Phillip Konzett, Wien
2008     „Kaiser­walz­er“, Kun­st und Antiq­ui­täten­messe, Hof­burg, Wien
2008     „Hom­mage an Bian­ca Lehrer“, Galerie Phillip Konzett, Wien
2009     „Kaiser­walz­er“, Buch­hand­lung Walther König, MQ, Wien
2011     „Die PRESSE Mappe“, Alberti­na (Wien)
2011     „Neues Tahi­ti“, Galerie Ernst Hilger, Wien
2012     „White Cube Gallery Nowosi­birsk at Art Cologne“, ART Cologne, Dres­den
2012     „Neues Tahi­ti“, Galerie Baer, Dres­den
2013     „Kun­st­diskurs mit ein­er sibirischen Kuh“, Neue Pfaf­fen­hofen­er Kun­stvere­in, Pfaf­fen­hofen
2013     „Shang­hai Boo­gie Woo­gie“, Stu­dio 302, Shang­hai
2014     „Mozart in Chi­na“, Buch­hand­lung Walther König, MQ, Wien
2014     „Hur­ra!“, Zuck­er Art Books, 9. New York Art Book Fair, MoMA PS1
2014     „Arbeit­en eines Jung­vaters“, Lust Gallery, Wien
2015     „Deutsche Moscheen“, CAT Cologne, Köln
2015     „Soumis­sion – Die Islamisierung Ost­deutsch­lands“, Galerie Wel­te­cho, Chem­nitz
2015     „der Anti­st“, gemein­sam mit TOMAK, Box­u­nion Favoriten, Wien

Group Exhibitions

2006     „Econ­o­my Class“, Alliance fran­caise de Nairo­bi, Kenia
2007     5. Inter­na­tionale Grafik­bi­en­nale Nowosi­birsk
2008     „Kun­scht isch gäng es Risiko“, Kun­sthalle Luzern
2009     7. Kras­no­jarsk Muse­ums Bien­nale
2009     „Fake Real­i­ty“, Donaufes­ti­val, Krems
2010     „Lebt und arbeit­et in Wien III“, Kun­sthalle Wien
2011     „Schöne Aus­sicht­en“, Haus am Ufer, Spezial­pro­jekt der 4. Moskau Bien­nale Kuratiert von Simon Mraz und Peter Weibel